Der Biber - Biodiversitätspfad Buchen

Biber im WasserDer Biber

Ein fleißiger Baumeister

Ein riesiger Haufen aus Ästen, Zweigen und Erde. Und das mitten im Fluss. Da kann doch nur ein Biber dahinterstecken!
Einen Biber bekommst du leider nur äußerst selten zu sehen, denn sie werden erst wach, wenn es draußen dunkel wird. Den Tag verbringen Biber zusammengekuschelt mit ihren Geschwistern und Eltern in ihrer Biberburg. Dafür kannst du ihre Bauwerke bestaunen. Denn Biber bauen Dämme und stauen damit Bäche und Flüsse auf.

Die Tiere wohnen in unterirdischen Höhlen und Burgen am Flussufer. Viele hundert Jahre lang gab es bei uns keine Biber mehr, da sie im 19. Jahrhundert ausgerottet wurden. Mit ihren Dämmen verursachen die Biber manchmal Überschwemmungen. Ein Grund, weshalb nicht alle Menschen von der Rückkehr der Tiere begeistert sind. Doch zu einer natürlichen Flusslandschaft gehören Biber dazu

Wissenswertes
über den europäischen Biber

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Steckbrief des Bibers

Woran erkennst du einen Biber und welches sind seine körperlichen Merkmale?

Manche Menschen nennen den Biber auch Meister Bockert. Diesen Namen trägt er in Fabeln. Das sind kleine, oft lehrreiche Geschichten, in denen Tiere die Hauptrolle spielen. Die Tiere haben oft fest zugeordnete Charaktereigenschaften. Meister Bockert, der Biber, gilt als fleißig und arbeitsam. Vermutlich, weil er so aufwendige Biberburgen baut.

Name: Europäischer Biber (Castor fiber)

Klasse, Ordnung, Familie: Säugetiere, Nagetiere, Biber

Besondere Merkmale: große Nagezähne; abgeflachter Schwanz mit Schuppen (Kelle); fällen Bäume und bauen Dämme und Burgen.

Verbreitung und Lebensraum: in Seen, langsam fließenden Flüssen und an deren Ufern in Nord- und Mitteleuropa und in Teilen Asiens. In Deutschland war er fast ausgestorben.

Größe: bis zu 135 cm lang (mit Kelle)

Gewicht: 30 bis 35 kg

Alter: bis zu 20 Jahre

Farbe: braunes, enorm dichtes Fell das die Tiere auch im Wasser trocken und warm hält.

Nachwuchs: Eine Bibermutter bekommt im Mai oder Juni zwei bis vier Junge. Auch der Nachwuchs aus dem vorherigen Jahr lebt noch bei den Eltern.

Nahrung: Biber sind reine Pflanzenfresser. Fleisch mögen sie gar nicht. Im Sommer ernähren die Nager sich von Sumpf- und Wasserpflanzen, Kräutern und Blättern. Erwachen sie in der kalten Jahreszeit aus ihrer Winterruhe, fressen sie auch mal die Rinde von Ästen und Zweigen.

Feinde: Zu den natürlichen Feinden des Bibers gehören etwa Luchse und Wölfe. Diese gibt es bei uns aber kaum noch. Jungtiere werden auch von Füchsen, Mardern oder Greifvögeln gerissen. Ansonsten wird den Tieren nur der Mensch gefährlich, wenn dieser ihnen seinen Lebensraum wegnimmt.

Sinne:Der Biber hat eine sehr gute Nase und ein ausgeprägtes, gutes Gehör. Dafür besitzt er jedoch schlechte Augen, d.h. er ist kurzsichtig und farbenblind. Daher können Biber sehr gut sich nahende Feinde durch deren Schritte über die Bodenerschütterung wahrnehmen - auch im Wasser.

Warum schwimmen Biber so gut?

Die sogenannte Biberkelle ist das markanteste Merkmal der großen Nager. Der flache Schwanz ist mit hornartigen Hautplättchen bedeckt und hat eine Menge nützliche Funktionen: Beim Schwimmen dient er als praktisches Ruder. An Land dagegen als Stütze und um das Gleichgewicht zu halten. Ein kräftiger Schlag aufs Wasser mit der Kelle warnt seine Artgenossen vor Gefahr und bedeutet daher für alle „sofort abtauchen!“. Und im Winter dient die Biberkelle noch dazu als Fettspeicher.

Querschnitt einer Biberburg

Es wohnt der …?

Hier siehst du den Querschnitt einer Biberburg. Sinkt der Wasserspiegel des Gewässers, bauen die Biber Dämme aus Ästen und Zweigen in Flüsse und Bäche. Der versteckte Eingang unter Wasser schützt sie vor Feinden. Die größte Gefahr für den Biber stellt jedoch immer noch der Mensch dar.

Wusstest du schon, dass…

… Biber Dämme bauen, damit der Eingang ihres Wohnhaus immer unter Wasser liegt? Sinkt der Wasserspiegel des Gewässers, bauen sie Dämme aus Ästen und Zweigen in Flüsse und Bäche. Der versteckte Eingang unter Wasser schützt sie vor Feinden.

Kennst du noch weitere Fabelnamen?

Tiere in Fabeln haben oft drollige Namen wie Meister Petz oder Adelheid. Diese sind jedoch keineswegs willkürlich. Jedem Tier ist ein bestimmter Name zugeordnet. Innerhalb der Fabel steht jeder Name beziehungsweise jedes Tier sinnbildlich für bestimmte menschliche Eigenschaften:

Fuchs: Reineke
schlau und hinterlistig

Bär: Meister Petz
gutmütig und freundlich

Gans: Adelheid
geschwätzig

Storch: Adebar
stolz

Wolf: Isegrim
böse und verfressen

Schaf: Bellyn
ängstlich, aber klug

Hase: Meister Lampe
vorlaut und dumm

Esel: Boldewyn
eigensinnig und störrisch

Rabe: Pflückebeutel
diebisch und besserwisserisch

Hahn: Henning
eitel

Löwe: Leo oder Nobel
majestätisch und gefährlich

Dachs: Grimbart
bedächtig

Igel: Swinegel
schlau

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